Pfingstkerzenwallfahrt auf
den Bogenberg

Die eigent­liche Wallfahrt beginnt bereits am Pfingst­samstag um 05:00 Uhr früh. Vom Brunn­do­blberg wird die Kerze über Scheunöd und Kothwies nach Vilshofen getragen. In Vilshofen wird die Donau überquert und in Oberschöllnach wird die Kerze erneut aufge­stellt und den circa ein Kilometer langen Weg bis zur Pfarr­kirche von Hofkirchen getragen. Der dortige Pfarrer nimmt die Wallfahrer am Ortseingang in Empfang und begleitet sie zusammen mit einer Blaska­pelle bis in die Kirche.

Vom Benedik­ti­ner­kloster geht es weiter zum längsten und schwie­rigsten Wegstück des Tages: dem Donaudamm. Auf dem schmalen Wegstück neben dem Donaudamm zieht sich der Zug der Wallfahrer, der hier auf gut 300 Personen angewachsen ist, ganz beträchtlich in die Länge. Erst in Deggendorf angekommen wird die Kerze erneut aufge­stellt und zur Kirche St. Martin getragen, wo sie über Nacht aufbe­wahrt wird.

Der zweite Wallfahrtstag beginnt am Pfingst­sonntag ebenfalls um 05:00 Uhr in der Kirche St. Martin. Die Pilger brechen auf nach Nieder­winkling, Welchenberg und Pfelling, bis sie nach knapp zehn Kilometern die Stadt­grenze von Bogen erreichen. Dort werden die Holzkirchner Wallfahrer von einer Blaska­pelle empfangen, zum Stadt­platz geleitet und von zahlreichen Ehren­gästen und mehreren tausend Zuschauern erwartet. Bald schon formiert sich die Prozession hinauf zum Bogenberg. Besonders jetzt müssen die Kerzen­träger ihr Können beweisen, damit die aufge­stellte Kerze sicher den steilen, etwa zwei Kilometer langen Weg zur Wallfahrts­kirche unbeschadet übersteht.

Nach der Ankunft auf dem Bogenberg wird die Kerze einmal rund um die Wallfahrts­kirche getragen, nieder­gelegt und in die Kirche hinein­ge­tragen. Dort wird sie ein letztes Mal aufge­stellt und findet für die nächsten zwei Jahre ihren Platz. Die Wallfahrt zum Bogenberg endet mit einer Marien­an­dacht.

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